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Wissen aus dem Bereich Durchfluss Kalibrierung

Die Wissensseite Messgröße Durchfluss bietet Ihnen einen Überblick über die Durchflusskalibrierung. Sie erhalten Antworten auf Fragen zu Massen- und Volumendurchfluss, Viskosität, Messmethoden, UVC sowie zu den unterschiedlichen Messgerätetypen.

Wann und warum wird eine UVC (Universal Viscosity Curve) erstellt?

Eine UVC wird normalerweise bei Turbinen-Durchflussmessern erstellt, wenn diese bei verschiedenen Viskositäten des flüssigen Mediums, z.B. durch verschiedene Mediumstemperaturen, betrieben werden sollen.

Mittels der bei der Kalibrierung bestimmten UVC wird der Volumendurchfluss der Turbine unter allen Bedingungen innerhalb des kalibrierten Viskositätsbereichs berechnet. In der Regel wird diese Kurve nach den Kalibrierungen in der Auswerteeinheit der Turbine hinterlegt.  Dadurch können Turbinen bei wechselnder Mediumstemperatur sehr genau und zuverlässig betrieben werden. 

Für die Erstellung einer UVC wir die Turbine normalerweise bei drei Viskositäten kalibriert.

Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot:

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Für welche Medien kann der Durchfluss in unseren Laboren kalibriert werden?

In unseren Kalibrierlaboren kann der Durchfluss von Flüssigkeiten und Gasen gemessen werden. Standardmäßig bieten wir Wasser, Metanol sowie Öle mit verschiedenen Viskositäten als flüssige Kalibriermedien an. Gasförmige Kalibriemedien sind trockene Luft, Argon, Helium, Kohlendioxid und Stickstoff.

Welche Arten von Durchflussmessern können wir kalibrieren?

Es können Durchflussmesser, die den Durchfluss von Flüssigkeiten oder Gasen in Rohrleitungen messen, kalibriert werden. Durchflussmesser, die den Durchfluss von Flüssigkeiten in einem offenen Kanal oder Gerinne messen, können wir allerdings nicht kalibrieren.

Wir unterstützen Sie dabei:

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Welches sind häufige Durchflussmessgeräte im Bereich der Flüssigkeiten?

  • Magnetisch-induktiver Durchflussmesser (MID)
  • Coriolis-Durchflussmesser
  • Schwebekörperdurchflussmesser
  • Vortex-Durchflussmesser
  • Turbinen-Durchflussmesser
  • Zahnrad- oder Ovalrad-Durchflussmesser
  • Spindel-Durchflussmesser
  • Ultraschalldurchflussmesser 

Welches sind häufige Durchflussmessgeräte im Bereich der Gase?

  • Thermische Massedurchflussmesser
  • Schwebekörperdurchflussmesser
  • Vortex-Durchflussmesser
  • Differenzdruckdurchflussmesser
  • Balgen- und Drehkolbengaszähler
  • Turbinen-Durchflussmesser
  • Ultraschalldurchflussmesser 

Was ist eine volumetrische Durchflussmessung?

Eine volumetrische Durchflussmessung bestimmt, wie viel Volumen eines Fluids (z. B. Wasser, Öl, Luft) pro Zeiteinheit durch eine Leitung strömt. Typische Einheiten sind l/min oder m³/h. Sie ist eine der wichtigsten Messmethoden in Industrie, Wassertechnik und Gebäudetechnik. 

Natürlich kann sowohl die Zeit- als auch die Volumeneinheit beliebig angepasst werden, Z.B. l/h, cm³/s, etc

Welchen Vorteil bietet eine Massen- oder Normvolumendurchflussmessung bei der Kalibrierung von Gasen?

Der zentrale Vorteil einer Massen‑ oder Normvolumendurchflussmessung bei der Kalibrierung von Gasen ist, dass die Messung unabhängig von Druck‑ und Temperaturänderungen bleibt, die z.B. durch die Änderung des Rohrdurchmessers auftreten. Dadurch erhält man reproduzierbare, vergleichbare und präzise Kalibrierergebnisse – etwas, das bei reiner Volumenmessung unter Betriebsbedingungen nicht möglich wäre, weil Gase stark kompressibel sind.

Wie kann man einen Volumendurchfluss in einen Massendurchfluss umrechnen?

Dafür wird die Dichte des Mediums benötigt. Die Formel zur Umrechnung lautet: Massedurchfluss = Volumendurchfluss * Dichte. 

Für trockene Luft z.B., entspricht ein unter Normbedingungen (0 °C, 1013,25 mbar) gemessener Volumendurchfluss von 20 l/min einem Massendurchfluss von 25,86 g/min, da die Normdichte etwa 1,293 g/l beträgt.

Woran erkennt man den Messbereich, für den der jeweilige Durchflussmesser geeignet ist?

In vielen Fällen kann auf dem Typenschild der zugehörige Messbereich abgelesen werden. 

Dabei wird der Durchfluss oft mit “Q” oder “q” angegeben. 

 

Was ist Viskosität?

Die Viskosität beschreibt die Zähigkeit eines Mediums – je höher, desto zäher. Die Viskosität ist temperaturabhängig. Die Viskosität von Flüssigkeiten nimmt mit steigender Temperatur ab – die Flüssigkeit wird dünnflüssiger. Wogegen sie bei Gasen mit steigender Temperatur zunimmt. 

Bei Verdrängungszählern, wie z.B. Zahnrad-, Ovalrad- oder Turbinen-Durchflussmessern beeinflusst die Viskosität der strömenden Flüssigkeit den Durchfluss. Deshalb ist es für eine kundenspezifische Kalibrierung dieser Durchflussmesser sehr wichtig, die gewünschte Viskosität des Kalibrierflüssigkeit zu kennen. 

Warum Durchflussmessgeräte kalibrieren?

Ein Durchflussmessgerät erfasst den Volumen- oder Massenstrom von Gasen oder Flüssigkeiten, die durch eine Leitung strömen. In der Mess- und Regeltechnik sind diese Geräte unverzichtbar und werden überall dort eingesetzt, wo präzise Durchflusswerte erforderlich sind – etwa in der HLK-Technik, in Energie- und Versorgungsanlagen, im Wassermanagement sowie auch in den Branchen der Luft- und Raumfahrt, Landwirtschaft und der Pharmaindustrie. 

Um dauerhaft verlässliche Messergebnisse sicherzustellen, ist eine regelmäßige Kalibrierung von Durchflussmessgeräten erforderlich.  Dadurch wird sichergestellt, dass die Messwerte korrekt sind und den vom Hersteller definierten Genauigkeits- und Unsicherheitsgrenzen entsprechen. 

Selbst bei hochwertigen Messgeräten können mit der Zeit größere Messabweichungen auftreten. Ursachen hierfür sind unter anderem Verunreinigungen des Messmediums, mechanische Beanspruchungen, Prozessschwankungen oder eine fehlerhafte Montage. Darüber hinaus verschlechtern auch Materialverschleiß, Korrosion oder technische Defekte die Messgenauigkeit. 

Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot zur Kalibrierung Ihrer Messmittel:

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