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Kalibrierwissen im Überblick von Testo Industrial Services

Antworten auf häufige Fragen

Kalibrierwissen im Überblick.

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Kalibrierwissen im Überblick

Kalibrierintervall, Konformitätsbewertung, DAkkS- versus ISO-/Werkskalibrierung

Bei der Kalibrierung von Messgeräten unterliegen Unternehmen Normen und Richtlinien. Unsere langjährige Erfahrung zeigt: Dennoch werden Sie immer wieder mit häufig gestellten Fragen und Themen aus dem Bereich Kalibrierung konfrontiert. Wie bestimme ich mein Kalibrierintervall?  Wann hat mein Gerät die Kalibrierung bestanden? DAkkS- oder ISO Kalibrierung? Wir geben Ihnen eine fachliche und jahrelang erprobte Antwort auf diese häufig gefragten Themen. In diesem Zuge verweisen wir auch auf unsere renommierten Fibeln und Lexika.

 

Kalibrierintervall: Wie oft sollte ich meine Messgeräte kalibrieren?


Kosten senken und dabei Qualität steigern. Beim Thema Prüf- und Messmittel gilt es, den schmalen Grat zwischen anfallenden Kosten und möglichem Risiko abzuwägen. Die Wahl des richtigen Kalibrierintervalls spielt dabei eine entscheidende Rolle. So gilt es, das Risiko einer Fehlmessung so minimal wie möglich zu halten und gleichzeitig wirtschaftliche Faktoren nicht aus den Augen zu verlieren. Nur mit der richtigen Wahl des Kalibrierzyklus kann die Qualität des Prüfmittels und somit der Messung sichergestellt werden. Relevante Normen fordern eine Kalibrierung „in festen Abständen“ oder „regelmäßig.“ Doch wie oft ist eigentlich regelmäßig? Gerätehersteller und Kalibrierdienstleister können lediglich beratend unterstützen. Nur das Unternehmen selbst kennt die Einsatzorte, die Prüfprozesse und die Konsequenzen von Fehlmessungen. Als Entscheidungshilfe empfiehlt sich die Durchführung einer Nutzwertanalyse. In dieser Analyse werden die Risiken und Rahmenbedingungen wie z. B. Nutzungshäufigkeit, Umgebungseinflüsse, Eigenschaften des Prüfmittels, Konsequenzen von Fehlmessungen mit Punkten bewertet und daraus das Kalibrierintervall abgeleitet.


Zum Fachartikel: Herausforderung Kalibrierzyklus

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Konformitätsbewertung: Wann hat mein Prüfmittel die Kalibrierung bestanden?


Ob das Messgerät innerhalb oder außerhalb der zulässigen Abweichung liegt, erscheint auf den ersten Blick einfach zu beantworten. In der Praxis verbirgt sich jedoch ein komplexes Konstrukt hinter dieser Entscheidung. Die Konformität eines Kalibrierergebnisses sollte bei jeder Kalibrierung bewertet werden. Dabei gilt es, sowohl die Toleranzen als auch die Messunsicherheiten zu beachten. Die Spezifikationsgrenze (oder auch Toleranz) der Kalibrierung ist die Grenze, die angibt, wie weit der ermittelte Wert eines Messgerätes vom Soll-Wert (Referenzwert) maximal abweichen darf. Die Messunsicherheit ist der Schätzwert zur Kennzeichnung eines Wertebereiches, innerhalb dessen der richtige Wert der Messgröße liegt. Für die Bewertung der Konformität ist das Kalibrierergebnis zusammen mit der Messunsicherheit zu betrachten. Daraus ergeben sich Grenzfälle, bei denen zwar das Kalibrierergebnis innerhalb der vorgegebenen Toleranzen liegt, dies aber unter Einbeziehung der Messunsicherheit auch außerhalb dieser Grenzen sein könnte. Dabei muss dem Nutzer des Kalibrierscheins ersichtlich sein, gemäß welcher Anforderung die Konformität bewertet wurde. Er legt selbst fest, nach welchen Anforderungen die Konformität einer Kalibrierung bewertet werden soll und teilt dies der Konformitätsbewertungsstelle (z. B. Kalibrierlabor) mit. Die neue DIN EN ISO/IEC 17025:2018 Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien unterstützt den Vorgang der Konformitätsbewertung durch die Einführung der Entscheidungsregel. Diese Regel „[…] beschreibt, wie die Messunsicherheit berücksichtigt wird, wenn Aussagen zur Konformität mit einer festgelegten Anforderung getätigt werden“ [1].


Zum Fachartikel: Konformitätsbewertung bei einer Kalibrierung

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DAkkS-Kalibrierung versus ISO-/Werkskalibrierung: Wann brauche ich was?


Für alle Anwender von Messgeräten, die ein besonders hohes Maß an Sicherheit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit benötigen, sind DAkkS-Kalibrierscheine die ideale Lösung. Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS GmbH) spricht Kalibrier- und Prüflaboren die Kompetenz aus, akkreditierte Kalibrierungen nach DIN EN ISO/IEC 17025 durchzuführen. Die in diesen Laboren erzielten Kalibrierergebnisse besitzen – nach denen der Staatsinstitute (in Deutschland die PTB) – die höchste Zuverlässigkeit und sind vor Gericht verbindlich. Durch internationale Abkommen und die weltweit gültige Akkreditierungsgrundlage DIN EN ISO/IEC 17025 sind sie international anerkannt und gültig. Häufig werden Prüfmittel in folgenden Bereichen mit einer akkreditierten (DAkkS) Kalibrierung abgesichert: Werks- und Gebrauchsnormale, Abnahme- und Zertifizierungsstellen,  Sachverständige, Prüflabore, IATF 16949 zertifizierte Unternehmen, Akkreditierte Prüf- und Kalibrierlaboratorien

Die ISO-/Werkskalibrierung  von Testo Industrial Services sind die kostengünstige Alternative zu akkreditierten Kalibrierscheinen (DAkkS). Sie erfüllen die Anforderungen der: ISO 9001:2015,  CFR, VDA,  ISO 10012-2003, ISO 13485, GMP, ISO 9001:2008. Für alle diese Richtlinien und Normen ist die Einführung und Pflege eines Prüfmittelmanagements inklusive der Kalibrierung ein unverzichtbares Element.
 

ZUR Fibel: Kalibrierung & Prüfmittelmanagement

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