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Entscheidungsregeln in der Konformitätsbewertung

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Entscheidungsregeln in der Konformitätsbewertung

Wählen Sie jetzt das Vertrauensniveau für die Konformitätsbewertung Ihrer Prüfmittelkalibrierungen.

„Ist mein Gerät noch in Ordnung oder nicht?“ Eine Antwort auf diese Frage erwarten viele Besitzer und Anwender, wenn sie ihre Mess- und Prüfmittel zu einem akkreditierten Kalibrierlabor senden. Ob das Messgerät innerhalb oder außerhalb der zulässigen Abweichung liegt, erscheint auf den ersten Blick einfach zu beantworten. In der Praxis verbirgt sich jedoch ein komplexes Konstrukt hinter dieser Entscheidung.

Die neue DIN EN ISO/IEC 17025:2018 Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien unterstützt diesen Vorgang durch die Einführung der Entscheidungsregel. Diese Regel „[…] beschreibt, wie die Messunsicherheit berücksichtigt wird, wenn Aussagen zur Konformität mit einer festgelegten Anforderung getätigt werden“.

Dr.-Ing. Christian Sander, Metrologie-Manager bei Testo Industrial Services GmbH, klärt in seinem umfangreichen Fachartikel über das gesamte Thema Konformitätsbewertung und die neuen Entscheidungsregeln auf.
 

Wählen Sie jetzt das Vertrauensniveau für die Konformitätsbewertung!

Im Zuge der Umstellung auf die revidierte DIN EN ISO/IEC 17025:2018, hat die Testo Industrial Services neue Entscheidungsregeln definiert, die den Prüfmittelbesitzer aktiv zur Wahl angeboten werden. Wünscht ein Auftraggeber eine Konformitätsbewertung zu seiner Kalibrierung, so stehen ihm zukünftig zwei binäre Entscheidungsregeln zur Wahl. Diese unterscheiden sich in ihrem Vertrauensniveau für die ausgesprochene
Konformitätsaussage und damit in dem Akzeptanzbereich der ermittelten Messwerte. 

Die Messunsicherheit wird mit einem Erweiterungsfaktor k = 2 (95% Überdeckungswahrscheinlichkeit) angegeben. Bei der Entscheidungsregel Hohes Vertrauensniveau beträgt das Vertrauensniveau einer korrekten Annahme in jedem Fall mindestens 95%. Das Restrisiko einer falschen Entscheidung ist in jedem Fall kleiner als 5%. Bei der Entscheidungsregel Niedriges Vertrauensniveau vergrößert sich der Akzeptanzbereich, sodass auch Kalibrierergebnisse mit einem Vertrauensniveau von mindestens 50% angenommen werden.